Wie MOSE(S) zu seinem Namen kam.

Der Name und weitere Zusammenhänge der beiden MOSE(S).

Im zweiten Buch Mose Kap.2-Vers10 – Anmerkungen -, steht zu lesen: “Mose erinnert im Hebräischen an  - herausziehen - zieh ihn heraus! -  herausgezogen.“

Ebenfalls im zweiten Buch Mose, Kap. 2 Vers 1-10, erfahren wir die erstaunliche Geschichte, wie Mose, bereits in seinem dritten Lebensmonat aufs Wasser kam. Nicht auf sicheren Bootsplanken, - nein, in einem kleinen, wackeligen Körbchen, - und wie er von liebenden Frauen-Herzen und –Händen aus dieser unbequemen Lage befreit wurde.

Moses, kaum älter als sein späterer, biblischer Namensgeber, - nur weit mehr als 2000 Jahre später, - lag an einem wunderschönen, sonnigen Nachmittag ebenfalls in seinem Körbchen, im schattigen Garten der Großeltern. Das Körbchen stank freilich nicht nach Teer und Binsen, sondern duftete nach Wohlgerüchen, wie wohlhabende Damen der besten Gesellschaft sie ihren Lieblingen, im frühen zwanzigsten Jahrhundert, nach reinigender Toilette und gutem Futter anzutun pflegten.

Er lag da so, ganz unbekümmert, - denn niemand trachtete ihm nach dem Leben, wie damals dem armen Mose. Ein Marienkäferchen krabbelte über seine feine Seidendecke, ein Falter, angezogen, von den Wohlgerüchen, die dieses Körbchen umgaben, ließ sich verzückt zu seinen kleinen Füßchen nieder.

Ein wenig entfernt, daß der Liebling nicht gestört werden möge, erfreuten sich Eltern, Großeltern und ein paar Freunde der Köstlichkeiten, die die Hausherrin auftischen ließ.

Ein paar gute Flaschen feinen Weines werden sicher nicht gefehlt haben, denn als es anfing zu donnern und wie aus Eimern zu gießen, vergaß man das Körbchen, samt Inhalt einfach im Garten und feierte im Hause fröhlich weiter.

Nun, unserem schönen, kleinen Prinzen im Körbchen (2 Mose 2 Kap.2 Vers 2, “als sie die Mutter sah, daß es ein gesundes, schönes Kind war,...“) konnte das Wetter (zunächst) die gute Laune gar nicht vermiesen. Es war nicht mehr so heiß, und das laute Lachen einiger, bereits sehr fröhlicher Damen hatte ihn vorhin sowieso schon etwas gestört.

Irgendwann aber, als die wohlige Feuchte die seinen süßen kleinen A..... inzwischen umgab, und die ihm bekannt vorkam, so nach und nach einer unangenehmen, unbekannten Kühle zu weichen begann, dachte er bereits ernstlich an Protest. Als dann aber sein Körbchen plötzlich anfing zu schaukeln und zu schlingern, (wie die KHERSONES bei Sturm) und als dann auch zu allem Überfluß die Brecher über die Bord- Korbwand schwappten, war es um die gute Laune unseres kleinen Prinzen geschehen.

Er blähte Bauch und Backen.

Ersteres führte zu einem Ton, ähnlich dem der Sirene der Khersones.

Letzteres zu einem Gebrüll, (2 Mose 2 Kap.2 Vers 23 – 24 .. “Schreien drang zu Gott und er erinnerte sich...“) das eigentlich gar nicht zu unserem feinen, kleinen Prinzen paßte,  -  eher zu dem eines Schiffsdoktors, den ich mal auf Deck, irgendwo zwischen Kap Horn und Rio, brüllen hörte, als dem etwas gar nicht paßte.

Die Resonanz auf diese unüberhörbaren Unmutsäußerungen unseres kleinen Prinzen waren wunderbar. Sofort verstummte das fröhliche Lachen und Gläserklingen im trockenen Hause. Ihm folgte zuerst bestürzte Stille, dann aber erhob sich ein Tumult. Alle stürzten zur Türe in den Garten. Man trat sich gegenseitig auf die Füße, und ehe der Korb mit unserem kleinen, brüllenden, triefenden und auch gar nicht mehr gut riechenden Prinzlein wieder im Trockenen war, war manches Sonntagskleid der Damen und mancher feine Zwirn, den die Herren trugen, durchnäßt. Von den ehemals wundervollen Haartrachten der Damen, gar nicht zu reden.

Und da zu jener Zeit die Bibel (im Gegensatz zu heute) noch täglicher Lesestoff guter Christenmenschen war, trägt unser Prinzlein seit jenem Tage den bedeutungsschweren Namen

MOSES


Moses wuchs heran. Der Herr sagt in 2 Mose 2 Kap 15 Vers 26 “Ich bin euer Arzt“ und so beschloß Moses, es dem Herrn der Bibel nachzutun. Was er sich vornahm, das setzte er auch durch.

Aber irgendwann hatte Moses es satt, auf dem Lande herumzudoktern. Er packte seine sieben Sachen, - sprich die Hälfte aller Praxisgerätschaften – und ging auf das Schiff KHERSONES, das sich gerade anschickte, mit jungen ukrainischen Kadetten und  Trainees, auf eine Weltreise zu gehen.

Und auf dieser Reise nun zeigten sich wieder erstaunliche

Vergleiche von Moses zu Mose.

2 Mose – Kap.3 Vers 12  “Gott sprach zu Mose – ich werde Dir beistehen, daran erkennst du, daß ich dich beauftragt habe.-“ - Kap 3 – Vers 14  “Sage den Leuten, ICH BIN DA hat mich zu euch geschickt.“

Moses wurde Schiffsarzt auf der Khersones. Er teilte die Arztbude mit seinem ukrainischen Kollegen und tat Taten, wie die Bibel sie auch von Mose berichtet.

Da der Herr offensichtlich einige der biblischen Plagen, mit denen er einst die bösen Ägypter schlug, niemals ganz von diesem Planeten verbannte, hatten sich einige, auch auf unser schönes Schiff verirrt.

ZB.:Die Dritte Plage. 2 Mose –Kap 8 – Vers 12-15 STECHMÜCKEN.

Moses hatte bei seiner Anreise, erleuchtet vom Herrn und in ständiger Furcht vor Bissen dieser gefährlichen Plagegeister, die die Schlafkrankheit und noch viel fiesere Dinge übertragen können, eine schöne, große Gardine mitgebracht. Die hängte er vor seine Koje und schlief darin, wie Weiland ein kleiner Prinz im Garten seiner Großeltern. Wenn anderen die Stiche dieser Plagegeister Kummer bereiteten, hatte er immer ein tröstend Wort für sie. Da dieses Wort ihm wohl auch von Gott eingegeben wurde, heilte es meistens auch.>

ZB.: Die Vierte Plage – 2 Mose – Kap8 – Vers 16 –20 UNGEZIEFER

Moses entdeckte, daß der Herr auch unser schönes Schiff nicht ganz von einigen dieser „Haustierchen der Seefahrt“ freigehalten hatte. So sehr man sich auch vor ihnen zu schützen sucht, in jedem Hafen der Welt lauern sie, und treiben ihr ekliges Unwesen in Ritzen und Spalten. Moses träumte in seiner Koje, vor Mücken trefflich geschützt durch seine feine Gardine, mit offenen Augen so vor sich hin. Denen wollte er plötzlich nicht mehr trauen. Tanzte doch da , direkt vor ihm auf dem Fußboden, so ein unverschämter Kakerlak auf seinen flinken Beinchen einen Tango. (Der mußte in Buenos Aires an Bord gekommen sein.)

So sehr das Tierchen ihn auch dauerte, - Moses ist Tierfreund, - platt wäre es ihm lieber gewesen. Und so hob er ganz vorsichtig seinen Schlappen, schlug blitzschnell zu. Aber diesmal stand der Herr ihm nicht bei. Der Kakerlak machte einen gekonnten Ausfallschritt – er war eben ein ausgezeichneter Tangotänzer – lachte sich ins Fäustchen und ließ einen von allen Göttern verlassenen Moses zurück.

ZB.: Die sechste Plage – 2 Mose – Kap 8 – Vers 8-12 GESCHWÜRE

Moses heilte auch die zahlreichen Schwären und Warzen - nicht Wenige wurden auf unserer langen Fahrt davon befallenen, - auf wundersame Weise. Kam ein Kadett mit Warzen zu ihm, dann mußten diese mit einem feinen Faden gefesselt werden. Die Fesseln mußte der Patient ein paar Tage unter sein Kopfkissen legen, und schon war er geheilt.

Gegen Geschwüre hatte Moses immer ein Kräutlein aus Gottes Kräutergarten. Gegen Chemie hatte er nur dann nichts, wenn sich in diesem Gärtlein überhaupt nichts Passendes finden ließ.

Noch viele Übereinstimmungen von Mose und Moses könnte ich aufzählen.

Ich will mich aber weise beschränken und nur noch einmal das Buch Der Bücher für Euch aufschlagen.

2 Mose - Kap.18 Vers 3
Mose hatte zwei Kinder
Moses hat auch zwei.
Beide Mose(s) stehen damit im krassen Widerspruch zu  2 Mose Kap. 1 Vers 7
“Die Israeliten waren fruchtbar und vermehrten sich..Sie nahmen überhand und wurden so zahlreich, daß sie das Land füllten“

Von Mose wird nicht berichtet, welche Anziehungskraft er auf das andere, das schöne Geschlecht ausübte.

Von Moses aber wissen wir, daß diese Anziehungskraft von biblischen Ausmaßen ist.

Drum lieber Moses, sei auf der Hut! Mose hatte auch nur zwei Nachkommen.

Denke daran und auch an die Befehlsform bei der Übersetzung Deines Namens aus dem Hebräischen!

Dein

WoWo


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© Karin Lechner, Barbara Jungbluth (WoWo Brüggemann) am 01. Juli 2000